Erfahrungsberichte

Auf dieser Seite könnt ihr ab jetzt verschiedene Erfahrungsberichte meiner Trainingshunde lesen…. Mit dem 2- jährigen Fluffy, French bulldog/Basenji Mix aus schlechter Haltung fange ich an. Mit dem kleinen Freddi, mittlerweile sieben Monate aus dem kroatischen Tierschutz, geht es weiter. Zeitnah werde ich weitere Berichte über einige meiner Hunde die nach dem Hundetraining nach dem Rudelkonzept erzogen werden veröffentlichen. Alle Berichte werden von den Besitzern meiner Trainingshunde gegen gelesen 🙂

Fluffy ist ein French Bulldog/Basenji Mix, zwei Jahre alt aus schlechter Haltung. 

Seine Jugendentwicklung ist leider nicht optimal ausgefallen. Er hat das erste halbe Jahr seines Lebens in schlechter Haltung verbracht.

Acht Stunden am Tag musste der junge Hund angebunden neben dem Katzenklo verbringen. Ansonsten hätte er vor lauter Langeweile wahrscheinlich die Wohnung umdekoriert, so unsere Vermutung.

Seine jetzige Besitzerin hat ihn freigekauft, da seine vorherigen Leute Fluffy nicht mehr brauchen konnten. Sie wollte ihn eigentlich nur dort raus holen und vorübergehend in Pflege nehmen. Da Fluffy sich mit dem Althund sofort verstanden hat durfte er bleiben.

Mittlerweile ist er in seinem neuen Leben angekommen und führt ein artgerechtes Leben. Die Besitzerin tut alles für den kleinen Bully mit Schnauze um ihn richtig zu erziehen und auszulasten. Nach drei Hundeschulen sind die beiden vor kurzem bei mir zum Hundetraining gelandet.

Das pfiffige Kerlchen ist trotz der schlechten Sozialisierung gut drauf, frech und sehr gelehrig. Auf Grund seiner Vorgeschichte kann Fluffy mit Stress und zu vielen Außenreizen noch nicht sehr gut umgehen, wir arbeiten aber fleißig daran.

Mehrmals hat er sich z. B. von oben an den Reifen einer Mülltonne festgebissen.

Beim Erstgespräch hat mich der junge Rüde die erste halbe Stunde extrem bedrängt. Er presste mir ständig seinen Ball an die Hand und weil ich ihn ständig ignoriert habe, zwickte er mich etwas fester in die Hand. Dass er das nicht tun darf haben wir gleich vor Ort geklärt. “Es ist ja auch unverschämt einen jungen Hund einfach zu ignorieren und nicht sofort zu bespaßen” 🙂 

Der hübsche Rüde freundlich zu Menschen. Grenzen wurden ihm in seinem früheren Leben anscheinend nicht viele gesetzt. Nach ein paar Trainingsstunden kommt Fluffy auf das Kommando “Hier”, setzt sich hin und bleibt sitzen bis das Kommando aufgelöst wird 🙂

Er geht Fuß an lockerer Leine ohne Ablenkung. Delphi war sein erster Hund die ihn während des “Fuß Trainings” abgelenkt hat. Nach ein paar Versuchen klappte auch das sehr gut ohne dass Fluffy in die Leine gesprungen ist. Beim zweiten Versuch mit Aracho hat es fast auf Anhieb geklappt. An fremden Hunden vorbei zu gehen, ohne dass der Bub sich aufregt trainieren wir mittlerweile zusammen.

Der kleine Bully spielt eigentlich leidenschaftlich gerne. Das Spiel haben wir ihm erst einmal madig gemacht, weil die Besitzerin nicht mehr sofort nach “seiner Pfeife” spielte 🙂 Mittlerweile fängt Fluffy an wieder mit seiner Besitzerin zu spielen, aber nach ihren Regeln. Die beiden sind auf einem sehr guten Weg ein tolles Team zu werden. Zitat der Besitzerin: “Ich hatte noch nie soviel Aufmerksamkeit von meinem Hund”

Freddi – Tierschutzhund aus Koatien, 7 Monate alt – Gerettet aus einer Mülltonne.

Daniela und ihr Mann Peter haben den kleinen Freddi vor drei Monaten in einer Pflegestation in Bayern abgeholt. Mehrere Hunde wurden mit einem Transporter von Kroatien nach Bayern gebracht. Der kleine Rüde lebt mit zwei kleinen Kindern im Alter von 3 und 6 Jahren zusammen.

Der Welpe wurde mit seinen Geschwistern laut Tierschutzorganisation in einer Mülltonne in Kroatien entsorgt. Nach seiner Rettung ist Freddi mit der Flasche aufgezogen worden. Handaufzuchten können ab der Pubertät problematisch werden, da sie auf den Menschen fehlgeprägt sind.
In der deutschen Pflegestation war der Welpe mit anderen Hunden untergebracht. Daniela erzählte mir, dass mehrere Hunde aus dem Tierheim im Freilauf waren, als sie Freddi besuchten. Inmitten des Rudels hatte er keine Probleme auf fremde Menschen zuzulaufen.
Bei meinem Erstbesuch war das ganz anders. Der kroatische Welpe kam kurz in meine Richtung und war dann gleich wieder weg. Er entfernte sich so weit weg wie nur möglich. Freddi zog sich auf seine Decke zurück und zitterte wie Espenlaub am ganzen Körper. Autofahren war für ihn und seine Besitzer wochenlang kein Spaß. Freddi musste sich jedesmal übergeben.

Alles was man von ihm wollte fand er äußerst gruselig. Spazieren gehen wollte er nicht. Fuß gehen an lockerer Leine war bis vor kurzem nicht in Erwägung zu ziehen. Sobald die Leine an seinem Halsband befestigt wurde wollte er nur noch weg. Mit Spielzeug konnte er gar nichts anfangen. Im Gegenteil sobald sich jemand mit einem Spielzeug näherte lief er weg und versteckte sich. Freddi zum Spielen zu bewegen haben wir in fremder Umgebung erst einmal aufgegeben.

Stress pur war für den kleinen Hund z. B. ein Besuch in einer Eisdiele. Er konnte sich nicht hinlegen und ist die ganze Zeit gestanden. Die Besitzer trainierten erst einmal in reizarmer Umgebung. Mit der Zeit haben Daniela und Peter kurze Besuche z. B. im Biergarten oder Tierfachmarkt mit eingebaut.

Mit den beiden 3 und 5 Jahre alten Kindern hat sich Freddi sofort angefreundet. Der kleine Kroate liebt die Kinder seiner neuen Familie. Wenn er fremde Kleinkinder sieht gehen die Schlappöhrchen nach oben und er entspannt sich.
Durch die zehnwöchige Beziehungsarbeit zwischen Mensch/Hund und konsequentem Training ist Freddi in seinem neuen Leben angekommen. Mittlerweile freut der kleine Straßenhunde – Mix sich, wenn seine Besitzer etwas mit ihm unternehmen. Dabei sein ist alles 🙂
Nach drei Monaten in Bayern, kann der Junghund mit seinen mittlerweile sieben Monaten das Kommando Sitz und er kommt auf Rückruf. Wenn z. B. ein Radfahrer oder Jogger an uns vorbei muss kann Daniela ihn aus dem Freilauf zu sich rufen. Er setzt sich hin und wartet bis das Kommando aufgelöst wird und er wieder in den Freilauf darf. Freddi kann das Kommando Platz, das ihm hilft sich in der Öffentlichkeit zu entspannen. Er muss nicht mehr stehen bleiben. Die Schleppleine brauchen wir während dem Training nicht mehr, Wir müssen keine Angst mehr haben,dass der Bub vor lauter Panik wegläuft.

Vor kurzem wäre es undenkbar gewesen, dass ich Freddi z. B. mein großes Objektiv vor die Nase halte. Der zusätzliche Stress für ihn, dass ich auf dem Boden liege, das ging gar nicht. Vor einer Woche konnte Daniela den sieben Kilo leichten Hund in einem Park in das Kommando Platz schicken.

Der kleine Rüde fand es ein bisschen komisch, hat es aber akzeptiert.  Er hat sein Frauchen nicht aus den Augen gelassen. Nach ein paar Minuten schafften wir es sogar, dass seine kleinen Ohren neugierig nach vorne klappten, als ich ihn freundlich angesprochen habe. Freddi läuft sehr schön an der lockeren Leine Fuß und schaut was sein Frauchen von ihm will. Vor kurzem war es schwer vorstellbar, dass er das irgendwann macht.
Ansonsten können wir wöchentlich einen kleinen Fortschritt verzeichnen. Der kleine Mischlingshund wird täglich ein bisschen selbstbewusster, weil seine Familie ihm die notwendige Sicherheit gibt.
Dass Freddi mit der Hand aufgezogen wurde merkt man „in seinem Fall“ bis jetzt nicht. Er verhält sich nach wie vor freundlich, aber zurückhaltend Menschen gegenüber. Seit ein paar Tagen fängt der Junghund damit an, sich zu Hause auf ein Beute – Zerrspiel einzulassen. Das ist ein riesen Erfolg für uns nach so kurzer Zeit. Das bedeutet für die Besitzer mehr Spaß am Training, weil sie ihren Hund mit einem Spiel belohnen können.

Futterbelohnung interessiert den Kroaten übrigens nicht. Vor allem wenn er gestresst ist “pfeifft” Freddi darauf. Er will und braucht Menschen, die ihm Sicherheit geben. Besitzer auf die er sich in jeder Situation zu 100 % verlassen kann und die hat er gefunden.
Auf einer Kinder Geburtstagsfeier hat sich der Junghund freiwillig zwischen acht 5- jährige Kinder gesetzt. Einfach schön zu sehen, dass Freddi den richtigen Platz in seinem Leben gefunden hat 🙂

Milla Berner Sennenhunde Welpe vom Züchter, 18 Wochen alt. 

Das ist die hübsche Milla. Sie ist mit 9 Wochen vom Züchter abgeholt worden. Die beiden Althunde der Besitzer, Schäferhündin Finni und Berner Sennenhund Gustl, sind vor einem Jahr verstorben. Mit den beiden Hunden waren Bernadette und Georg schon vor zehn Jahren bei mir im Hundetraining.

Milla hat Papiere und eine Ahnentafel. Das bedeutet, dass die Elterntiere auf rassespezifische Krankheiten getestet worden sind. Auch bei der Auswahl des Zuchtrüden hat die Züchterin sehr genau hingeschaut (z. B. Verwandtschaftsgrad, Gesundheit).

Berni und Georg haben die Welpen zwischen der 4. und 8. Lebenswoche mehrmals besucht. Die Züchterin hat sich sehr viel Mühe gemacht um die Welpen sehr gut auf die Umwelt zu prägen. 

Dass sie viel Zeit und Arbeit in die Welpen investiert hat, merkte man vom ersten Tag an. Die Welpen sind im Haus inmitten in der Familie und mehreren Hündinnen aufgewachsen.

Sie hatten täglich die Möglichkeit im Garten zu spielen. Der Außenbereich wurde mit sehr viel Abwechslung für die Kleinen gestaltet. Die Tiere sind sehr gut auf ihre Umwelt geprägt. Auch der Althund Gustl war aus dieser Zuchtstätte. Milla’s Züchterin kann ich mit gutem Gewissen weiter empfehlen.

Die ersten acht Wochen im Leben eines Welpen ist die wichtigste Zeit im Leben eines Hundes. Sie ist die Basis für einen  umweltoffenen, freundlichen und sozialen Hund. Diese Zeit kann nicht nachgeholt werden. 

Zu diesem Thema kann ich Euch die Bücher von Eberhard Trumler empfehlen. Seine Bücher “Mit dem Hund auf Du”, “Hunde ernst genommen” und sein Standardwerk “Das Jahr des Hundes” sind auch heute noch aktuell.

Milla wächst mit drei Kindern im Alter zwischen 4 Monaten, 3 und 6 Jahren auf. Sie wird einmal ein stattliches Gewicht zwischen 40 und 45 kg auf die Waage bringen. Milla muss von Anfang an lernen vorsichtig mit den kleinen Kindern umzugehen.

Nach ein paar Tagen Zeit zur Eingewöhnung habe ich Berni und Georg zum Erstgespräch besucht. Ich konnte der Familie erste sinnvolle Tipps für den künftigen Alltag mit einem aufgeweckten Welpen geben.

Mittlerweile haben wir den Basisblock hinter uns. Spielerisches Hundetraining nach dem Rudelkonzept von Anfang an. Milla ist jetzt 18 Wochen alt. Die selbstbewusste, neugierige und aktive Hündin kann für ihr Alter schon sehr viel. Sie ist sehr gelehrig.

Milla kennt und befolgt die wichtigsten Kommandos. Sie kommt auf das Kommando „Hier“ und setzt sich. Sie hat vor kurzem gelernt Fuß an lockerer Leine zu gehen, dort wo es notwendig ist. Es war sehr wichtig, dass sie von Anfang an lernt neben dem Kinderwagen Fuß zu gehen.

Sie spielt vorsichtig mit den Kindern und springt nicht an ihnen hoch. „In die Leine zu ziehen“ hat sie nicht gelernt. Die Besitzer von Milla wissen wie wichtig es ist, dass die Leine immer locker durchhängt.

Auf einem kleinen Radweg trainierten wir mehrmals mit vielen Fahrradfahrern die an uns vorbei gefahren sind. Milla war im Freilauf und wurde jedes Mal abgerufen. Sie kam ganz selbstverständlich und setzte sich neben den Fahrradweg. Nachdem die Radfahrer vorbei gefahren sind wurde das Kommando aufgehoben und sie durfte weiter laufen. Die Besitzer werden niemals das Problem bekommen, dass ihre Hündin Radfahrer oder Jogger jagen wird.

Das Highlight für Berni, Georg und Milla war der Besuch einer größeren Hundewiese. Dort sind alle Hunde im Freilauf. Die Hunde kennen sich nicht. Milla hatte einen riesen Spaß so viele verschiedene Hunde kennen zulernen. Sie ist sehr aufgeschlossen und trotz der Ablenkung ist der vier Monate alte Welpe bei seinen Besitzern geblieben. Sie hat nicht versucht mit anderen Hunden mit zulaufen und konnte abgerufen werden. Ein tolles Erfolgserlebnis für die Familie. 

Franze – Weißer Schäferhund Welpe (Berger Blanc Suisse), 18 Wochen alt.

Franze lebt bei seiner neuen Familie seit er zehn Wochen alt ist. Der kleine weiße Rüde wächst mit zwei Kindern auf.
Der Welpe kommt von einem Hobby – Züchter. Er hatte einmalig einen Wurf mit seinen beiden weißen Schäferhunden. Franze hat keine Papiere.
Er ist ein vorsichtiger aber freundlicher Schäferhund Welpe. Sehr gerne spielt der kleine Rüde mit seinen Besitzern und den beiden Kindern. Gabriel ist 11 und Tabea 5 Jahre alt. Franze freut sich über fremde Besucher. Vormittags muss der Welpe vier Stunden alleine bleiben, wird aber von der Oma betreut. Das klappt sehr gut.
Anfangs wollte Franze nicht spazieren gehen. Die Besitzer waren der Meinung, dass er keine Lust darauf hat.
Wenn Welpen anfangs ihr neues Zuhause nicht gerne verlassen liegt es meistens daran, dass sie Stress in fremder Umgebung haben. Sie werden plötzlich von ihrem Rudel getrennt. Die Mama und die Geschwister mit denen er den ganzen Tag gespielt hat sind nicht mehr da. Von der neuen Familie abgeholt zu werden ist der stressigste Tag im Leben eines Welpen. Das darf man nicht vergessen.
Die Freude am Spaziergang kommt spätestens nach ein paar Wochen. Je mehr man sich als Hundebesitzer artgerecht mit dem Welpen beschäftigt umso schneller kommt er im neuen Leben an.
Das “Beziehungsspiel” spielt eine wichtige Rolle um so schnell wie möglich die Bindung zwischen Mensch und Hund zu herzustellen.
Franze ist jetzt 18 Wochen alt. Die Besitzerin Sabrina und ihr Mann Armin haben ein Basis – Seminar mit dem Welpen bei mir gebucht.
Ähnlich wie bei Milla, meiner Berner Sennenhündin kommt Franze mit seinen knapp 5 Monaten auf das Kommando „Hier“. Er befolgt das Kommando „Sitz“ und läuft an lockerer Leine im Fuß. Das alles erlernen meine Welpen mit ihren Menschen auf spielerische Weise. Durch das Beziehungstraining wird aus einem Welpen ein selbstbewusster Hund, der mit seinen Besitzern durch “Dick und Dünn” geht.

Vor kurzem war Franze mit seiner Familie im ersten Urlaub unterwegs im Bayerischen Wald. Ein Hundehotel wurde extra für ihn ausgesucht.

Der 5- tägige Kurzurlaub war für die ganze Familie toll und sie hatten viel Zeit mit dem Welpen zu trainieren und zusammen Spaß zu haben.

Mit Wasser konnte Franze bis zum Urlaub überhaupt gar nichts anfangen. Seit dem Urlaub im Bayerischen Wald geht er ins Wasser und fängt an Stöckchen zu apportieren.